Von kaputten Gitarren und dem Debütalbum “Wacht auf und seht” – BLIXT im Interview

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Foto: Jenny Dhaouadi

Der Kölner Singer/Songwriter BLIXT hat vor Kurzem sein Debütalbum “Wacht auf und seht” veröffentlicht. Im Interview erzählt er uns davon, ebenso von kaputten Gitarren, was er in letzter Zeit alles erlebt hat und was seine Zukunftspläne sind.

1. Wie kamst Du auf den Namen „BLIXT“?

Ich persönlich kam selber gar nicht darauf. Das ist ein Spitzname, der schon sehr, sehr alt ist und mir von meinen besten Kumpels gegeben wurde. Ich kann das nicht mehr genau rekonstruieren, aber wahrscheinlich lag es daran, dass ich so wahnsinnig intelligent bin und bei schwierigen Sachverhalten die Leute immer gesagt haben „Ey der blick(x)st“. Kann aber auch genau das Gegenteil sein. (BLIXT musste währenddessen selber schmunzeln)

2. Gab es schon mal verrückte Geschichten, die Dir passiert sind?

Ich denke jedem, ob er nun Musiker ist oder nicht, sind verrückte Geschichten passiert. Jetzt im Speziellen was die Musik angeht… ich hatte ja früher schon eine Band gehabt und war da Sänger und Gitarrist und da gibt es einige lustige und vielleicht auch peinliche Stories. So z.B. als ich mitten im Lied ein Gitarrensolo spielen wollte. Ich bin auf der Bühne immer so ein bisschen umtriebig und bin auf eine Gitarrenbox geklettert und da runter gesprungen. Als ich dann zum Solo ansetzen wollte habe ich natürlich wie wild in die Saiten geschlagen und mich dann gewundert, wieso da kein Ton raus kommt. Bis mir dann aufgefallen ist, dass nicht nur das Kabel raus war, sondern die ganze Buchse. Das heißt die ganze Gitarre war dahin und ich konnte sie das ganze Konzert über nicht mehr verwenden. Aber wir haben es ganz gut hinbekommen damals. Das Publikum fand es sehr amüsant.

3. Gibt es Künstler, die Dich inspirieren? Wenn ja, wen und warum?

Ja natürlich! Ganz viele! Musik entsteht immer durch Inspiration. Bei mir war es ganz klar U2 in den frühen Jahren. Das hat mich am meisten beeinflusst. Ich denke, das hört man auch ein bisschen, wenn man sich auskennt und sich damit befasst. Das ist vielleicht auch der Grund, warum ich überhaupt Musik mache, dass ich in jungen Jahren von mein Eltern und Geschwistern diesbezüglich beeinflusst wurde. Es gibt natürlich auch deutsche Künstler, die mich inspirieren. Da muss ich ganz klar den deutschen Hip-Hop und Rap hervorheben, den ich jahrelang nicht zu schätzen wusste. In den letzen Jahren habe ich erkannt, was es für großartige Künstler sind, besonders was die Lyrics angeht… z.B. Prinz Pi, Marteria und Casper.
Mit Lyrics meine ich jetzt nicht die Texte, die sich um „Titten“, „wer hat die meisten Drogen verkauft“ drehen, sondern die wirklich lyrischen Texte von Prinz Pi, die verspielten Texte von Marteria oder auch die düsteren und emotionalen Texte von Casper. Die sind wirklich sehr, sehr gut.

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4. Das Debütalbum heißt „Wacht auf und seht“! Welche Idee steckt dahinter?

„Wacht auf und seht“ ist der Anfang des Liedes “Androit”. Es ist für mich ein wichtiges Lied auf dem Album, wenn nicht sogar DAS wichtigste mit der allgemein gültigsten Aussage. Ich habe lange gegrübelt wie ich das Album nenne. Habe viele Ideen wieder verworfen und bin letztlich bei diesem Titel geblieben. Meiner Meinung nach hat er zum einen eine starke Aussagekraft, gerade in der heutigen Zeit und vor allem da “Androit” auch ein bisschen den Zeitgeist widerspiegelt.

5. Wie entsteht ein Song von BLIXT, von der Idee bis hin zum fertigen Song?

Ehrlich gesagt gibt es da gar keine Regel. Die Lieder entstehen immer auf unterschiedliche Art. So schleicht sich auch kein Schema F ein. Manchmal ist erst die Melodie da, wo ich dann mit dem Handy einfach die Melodie nachsinge mit irgendeinem Kauderwelsch ohne Text. Manchmal setze ich mich auch ans Klavier oder an die Gitarre und komponiere eine Melodie. Bei den 11 Liedern vom Album sind glaube ich keine 2 gleich entstanden.
Wenn ich eine Idee habe, nehme ich das in meinem kleinen Home Recordingstudio auf. Danach erst gehe ich in das richtige Studio und arbeite mit meinem Produzenten zusammen. Ich selbst nehme alles komplett auf, von Gitarre, Bass bis zum Keyboard. Das Drumming lasse ich noch von einen richtigen Drummer einspielen.

6. Gibt es persönliche Momente, die einen Song beeinflusst haben?

Foto: Jenny Dhaouadi

Letztlich ist jeder Moment, der dazu führt, dass man ein Lied aufnimmt und schreibt, ein persönlicher Moment. Viele Dinge auf dem Album sind tatsächlich so passiert, bzw. war da die Gefühlslage so, dass es mich dann zu einem Text inspiriert hat. Musik ist letztendlich eine Empfindungssache. Das passiert immer aus dem Gefühl heraus. Nichts ist vorab geplant.

7. Wie war das Gefühl als Dein Debütalbum am 06.05.17 erschien?

Erleichterung – in erster Linie. Also ich war natürlich froh, aber vor allem auch erleichtert, weil es mit so vielen Hindernissen verbunden war, die ich als Novize in dem Bereich nicht kannte. Die Erfahrungen bereichern ja das Leben! Jetzt weiß ich auf jeden Fall, wie ich es das nächste Mal besser mache.

8. Gab es Pannen bei der Produktion des Albums?

Gab es einige, z.B. eine fehlende Gesangsspur oder auch ein paar mehr, die neu aufgenommen werden mussten. Learning by doing! Das war mein erstes Soloalbum, welches ich auf diese Art und Weise aufgenommen habe und es ist auch klar, dass dann auch mal Fehler passieren. Das macht es auch irgendwie menschlich und nahbarer.

9. Was die meisten sicherlich interessiert… Ist Auftritt-/Konzerttechnisch was geplant?

Ich hab jetzt im September und Oktober einige Auftritte. Ich spiele im Wuppertal und ich werde auch nach langer, langer, langer Zeit in meiner Heimatstadt Köln auf der Bühne stehen. Im Übrigen auch zusammen mit Adam Wendler. Das ist ein aufstrebender junger Singer / Songwriter aus Kanada, der in Berlin das „next big thing“ gewonnen hat.
Geplant ist auch, dass ich Ende des Jahres, vielleicht auch Anfang nächsten Jahres, eine kleine Tour auf die Beine stelle. Vielleicht auch als Support.
Daran arbeite ich aber auf jeden Fall.

10. Bitte vervollständige den Satz „Musik ist für mich….“?

…. so viel! Glück und Ventil. Zufluchtsort. Das ist eine gute und schwierige Frage! Musik ist für mich alles und nichts.

Interview: Jenny Dhaouadi

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