Live / Fotos: Saxon – Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf – 07.03.2020

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Im Zuge ihrer “Castles & Eagles” – Jubiläumstour gastiert die britische Metallegende um Shouter Peter “Biff” Byford heute in der Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf, übrigens der einzige Hallengig in Deutschland. Erst im Sommer stellen Saxon ihre Show auf einigen deutschen Festivals erneut vor. Der Gig sollte ursprünglich am 26. Oktober 2019 stattfinden, wurde aber aus gesundheitlichen Gründen des Fronters auf heute verschoben. Mit rund 5000 Zuschauern ist die ehemalige Philipshalle nicht ausverkauft, aber mit zwei Drittel gut gefüllt und die Fans feiern ihre Heroen auf ganzer Linie ab. Dazu haben sie auch allen Grund, denn die Vorreiter des New Way of British Heavy Metal werden auf ihrer Tour zum 40. Bandgeburtstag von hochkarätigen Bands begleitet.

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Um 18:00 Uhr eröffnen Tygers of Pan Tang  das Meeting. Die Briten sind bereits seit 1978 und damit noch ein Jahr länger als der Headliner aktiv. Sie sind im erdigem, groovigem Hardrock unterwegs und zeigen hier und da Anleihen an klassische und deutlich im Blues orientierte Rockbands wie Deep Purple oder Whitesnake. Einzig verbliebenes Gründungsmitglied ist Gitarrist Robb Weir. Der Sänger Jacopo “Jack” Meille stieß 2004 dazu. Deutlich rotziger, punkiger und merklich metallischer geht es mit Diamond Head weiter. Sie sind genretechnisch ebenfalls dem NWoBHM zuzuordnen und gründeten sich bereits 1976. Megadeth und insbesondere Metallica sind maßgeblich von Diamond Head beeinflusst. James Hetfield & Co. coverten sogar einige der Songs, unter anderem “Helpless”, “The Prince” und “Am I Evil?”, welches als B-Seite auf der “Creeping Death”-EP war und  heute richtig abgefeiert wurde. Als weiteren Gast gibt es mit Doro Pesch die deutsche Metalqueen, die ja aus Düsseldorf stammt und gerade zu den alten Heroen wie Biff Byford oder auch dem verstorbenen Lemmy Kilmister von Motörhead ein sehr inniges Verhältnis hat. Da wundert es nicht, dass Doro auf der Gästeliste steht und mit einer Stunde Spielzeit merklich länger agieren darf, als die vorherigen Supports. Wie gewohnt liefern sie mit “I Rule The Ruins”, “Burning The Witches”, “Hellbound”, “All We Are” und natürlich der Ballade “Für Immer” saustark ab. Als Zugabe gibt es mit “Burn It Up” eine Ode an den ehemaligen, heimatlichen American Football Club “Rhein Fire”.

Der Vorhang versperrt minutenlang den Blick auf die bombastischen Bühnenaufbauten des legendären Castles & Eagles Set, ehe es dann mit “Motorcycle Man” bretthart und bei gleißendem Licht losgeht. Biff ist mächtig gut bei Stimme und auch die alten Haudegen Paul Quinn, Tim “Nibbs” Carter, Doug Scarratt und Drummer Nigel Glockler legen sich im Schatten des über allem thronendem Adler mächtig ins Zeugs. Mit “Wheels Of Steel”, “Strong Arm Of The Law” und “Denim And Leather”, wobei Biff unter tobendem Beifall die Metalqueen Doro zur gesanglichen Unterstützung auf die Bühne bittet, reiht sich ein Klassiker an den anderen. Hier und da durch kräftige Steams aufgelockert folgen “They Played Rock And Roll”, “The Eagle Has Landed”, “Power And The Glory” und natürlich “Heavy Metal Thunder”. In der Zugabe der unglaublich tollen Setlist dann “Crusader”, Never Surrender”, “747 (Strangers In The Night)” und im Abschluss “Princess Of the Night”. Besser kann ein Samstagabend wohl kaum abgeschlossen werden.

Fotos: Kommodore Johnsen
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