Klangqualität mit Kopfhörer – warum Schallwandler nicht alles sind

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Kopfhörer sind unverzichtbare Begleiter des Alltags. Ob beim gemütlichen Soundcheck auf dem Sofa oder unterwegs durch die urbane Kulturwelt. Leider lässt die Klangqualität bei vielen Modellen zu wünschen übrig, was allerdings nicht zwangsläufig an mangelnder Qualität liegt. Oft fehlt es an prassendem Zubehör.

Over-Ear für Top-Sounds

On- und In-Ear-Kopfhörer sind zwar kompakter, hinsichtlich der Klangqualität können die platzsparenden Varianten dem Over-Ear-Kopfhörer aber nicht das Wasser reichen. Insbesondere bei längeren Sessions überzeugen Over-Ear-Modelle mit einem fantastischen Klangspektrum. Beyerdynamic, Sennheiser und Neumann gehören zu führenden Herstellern. Allerdings sind selbst teure High-End-Kopfhörer kein Garant für beste Sounds. Stattdessen sorgen Störeffekte wie Rauschen und Verzerrungen auch bei den Luxusausführungen für Unmut. Die Problematik der schlechten Klangqualität hat ihren Ursprung oft beim Eingangssignal und ist nicht auf die Kopfhörer zurückzuführen.

Kopfhörerverstärker versprechen Besserung

Kopfhörer erzeugen als kleine Schallwandler Klänge auf Basis der Eingangssignale. Ist die Spannung dieser Audiosignale – beispielsweise von Smartphone oder CD-Player – jedoch nicht stark genug, klingt der Sound schnell matt, leise und wenig dynamisch. Um das Problem der mangelnden Spannung zu lösen, sind technische Helfer nötig. Kopfhörerverstärker verarbeiten die empfangenen Signale von Audiogeräten und passen sie an die Kopfhörer an. Das Ergebnis: • Das Potenzial der Kopfhörer wird ausgeschöpft. • Sounds klingen klarer und sind frei von störenden Effekten. • Räumliches Klangempfinden wird optimiert.
Zu den führenden Herstellern von Kopfhörerverstärkern zählen Beyerdynamic und FiiO.

Von Frequenz bis Anschluss

Wichtige Kriterien bei der Anschaffung von Kopfhörerverstärkern sind der Frequenzgang, die Impedanz, das Gewicht und ihre Anschlüsse. Der Frequenzgang gibt darüber Auskunft, wie sich Verstärker bei veränderten Frequenzen verhalten. „Im Hörbereich zwischen 16 und 16.000 Hz sollte der Frequenzgang linear sein. Das bedeutet, dass die Töne in verschiedenen Frequenzen gleichmäßig, gleich laut wiedergegeben werden“, so die Erklärung im Vergleich der VGL Verlagsgesellschaft mbH, welche mehr als ein Dutzend der besten Kopfhörerverstärker gegenübergestellt hat. Hinsichtlich der Impedanz (akustischer Widerstand) empfiehlt das Verbrauchermagazin eine Übereinstimmung zwischen Kopfhörer und Verstärker.

Gewicht und Akkulaufzeit

Das Gewicht ist insbesondere für den mobilen Einsatz ausschlaggebend. Während Kopfhörerverstärker für Zuhause oder Studios durchaus 1.000 Gramm und mehr auf die Waage bringen können, sind portable Alternativen deutlich leichter. Für den Einsatz mit Handy oder MP3-Player kommt unter anderem der 13 Gramm leichte µBTR von FiiO infrage. Mit seiner maximalen Akkulaufzeit von rund neun Stunden, lassen sich unterwegs reichlich Titel genießen. Ein Highlight ist außerdem der smarte Fiio i1, der ganz nebenbei das Problem des fehlenden Klinkenanschlusses am iPhone löst. Der kleine Alleskönner wird einfach mit dem Lightning-Anschluss der Apple-Geräte sowie den favorisierten Kopfhörern verbunden. Zweierlei Kabellängen, eine MFi-Zertifizierung und eine integrierte Fernbedienung machen die Plug-and-Play-Lösung für iPhones komplett. Das Unternehmen für Computerservices und Netzwerktechnik IT-NiS Systemhaus präsentiert auf seinem YouTube-Kanal ergänzend einen Kopfhörerverstärker von FiiO für den Heimgebrauch:
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Informatives über gefälschtes oder nicht zertifiziertes Lightning Connector-Zubehör hat der Apple Support online aufgeführt.

Anschlüsse von USB bis Cinch

Damit der Kopfhörerverstärker alle gewünschten Aktionen mitmacht, muss ein kritischer Blick auf die Anschlüsse geworfen werden. Soll künftig maximale Klangqualität mit Kopfhörer am Computer genossen werden, sind Modelle mit USB-Anschluss von Vorteil. Stehen Arbeiten im Tonstudio an, sind XLR-Steckverbindungen ein Muss. Klinkenstecker gehören wiederum bei Smartphones von Apple, Samsung und Co. zur gängigen Praxis. Hinzu kommen die Cinch- und Koaxial-Standards.

Digital, Transistor oder Vollröhre?

Eine elementare Kaufentscheidung betrifft die Art der Kopfhörerverstärker. Hier wird zwischen den Klassikern – den Röhren-Verstärkern – und den Transistoren sowie digitalen Modellen unterschieden. Wir haben die Unterschiede zusammengefasst:

Röhren-Verstärker

Röhren-Kopfhörerverstärker kommen z. B. bei E-Gitarren zum Einsatz. Sie gelten als belastbar und sind für besonders warme Klänge bekannt.

Nachteil: meist verhältnismäßig teuer, erzeugen Hitze und sind anfälliger für Verschleiß

Transistor

Diese Kopfhörerverstärker sind leistungsfähiger als Röhren-Verstärker und weniger verschleißanfällig. Sie entwickeln kaum Wärme und sind auch für niederohmige Kopfhörer geeignet.

Nachteil: Bei Überlastung drohen früher Defekte als bei den Vollröhren.

Digital-Verstärker

Statt mit Röhren oder Transistoren arbeiten digitale Kopfhörerverstärker mit Mikrocontrollern.

Kombiniert die Vorteile der anderen beiden Modelle und überzeugt mit kompakter Bauweise. Hoher Wirkungsgrad, weicher Klang, oft viele verschiedene Anschlussmöglichkeiten

Quelle der Fotografien: Antonio_Cansino; StockSnap; smzaidi /Pixabay

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