Live / Fotos: So war’s bei Lordi in Köln und Bochum – 21. und 22.11.2018

Lordi - Essigfabrik Köln - 21. November 2018 - 71 Musikiathek midRes

Lordi in Köln. Foto: Keke Dombrowski

Lordi sind zurück mit neuem Album und neuer Tour! Seit Ende Oktober sind die Könige des Horror-Hardrocks für elf Konzerte in Deutschland zu Gast, um ihr Album „Sexorcism“ ihren deutschen Fans vorzustellen.

Drehen wir die Zeit ein wenig zurück. 2006 gewinnen ein paar grausige Gestalten den Eurovision Songcontest. Der Popkultur wurde gezeigt, dass es auch eine Schattenseite gibt und dass diese viele Anhänger hat. Ich möchte nicht wissen, wie viele geschockte ältere Herrschaften damals aus dem Sessel gefallen sind als Lordi zum Sieger gekürt wurde. Im Gegensatz zu einigen anderen Siegern dieses Musikgroßereignisses sind Lordi danach aber nicht verschwunden sondern wurden fleißiger denn je. 2006 erschien „The Arockalypse“ auf dem natürlich „Hard Rock Hallelujah“ vertreten war. Es folgen 5 erfolgreiche Alben und 2018 melden sich die Finnen mit der Scheibe „Sexorcism“ zurück. Auf der gleichnamigen Tour werden sie von „Silver Dust“ aus der Schweiz und „Follow The Cipher“ aus Schweden. Wir berichten von den beiden Tourterminen in Köln und Bochum.

Silver Dust - Essigfabrik Köln - 21. November 2018 - 32 Musikiathek midRes

Silver Dust in Köln. Foto: Keke Dombrowski

Silver Dust eröffnen den Abend mit einer guten Portion Dark Rock mit einigen härteren Klängen. Die Bühnenshow ist verspielt und ein wenig verrückt aber sehr sympathisch. Mit Videoeinspielern auf dem übergroßen digitalen „Bilderrahmen“ wird die Atmosphäre unterstrichen. Die Musiker scheinen alle ein wenig besessen zu sein, im positiven Sinne natürlich und so vergehen die ersten 40 Minuten wie im Flug.
Follow The Cipher haben 2018 ihr erstes Album veröffentlicht und beweisen live, warum diese CD so einschlägt. Powermetal mit female voices und dem gewissen Etwas. Maßgeblich dafür verantwortlich ist Ken Kängström, der auch schon für Sabaton tätig war. Live eine Freude, harte Riffs mit cleanen Vocals so sauber vereint zu hören.

Follow The Cipher by David Hennen, Musikiathek-16

Follow The Cipher in Bochum. Foto: David Hennen

Beide Bands müssen mit einer etwas beengten Bühne auskommen, denn Lordi hat ein ordentliches Bühnenbild aufgebaut. Fast Musical-Niveau… lassen wir uns überraschen. Nach 2 für Supportbands doch recht langen Sets geht es dann los…

Die aufgestellten Mauern sind mit Nebel umgeben, durch das Tor in der Mitte tritt ein Lichtschein. Eine Dämonin im Schulmädchenkostüm, gefesselt an einen Schreibtischstuhl wird durch den Vorhang geschoben. Ein Abbild des aktuellen CD-Covers, nur irgendwie echter. Die Maskenbildner haben ganze Arbeit geleistet, die Dekoration tut den Rest. Das morbide Bild wird sich den ganzen Abend nicht mehr ändern, denn auch die Musiker tragen aufwändige Masken und Kostüme. „I sweat my Balls off“ beschreibt die Situation bestimmt ganz gut. Es ist etwas mehr als nur Musik und trotzdem wirkt es nicht gekünstelt oder gestellt. Lordi bieten eine Show, die diesen Titel auch verdient. Rundum gelungen bekommen Freunde des Monstermetal genau das, was sie auf die Augen und Ohren haben wollen. „Who’s Your Daddy“, „Hard Rock Hallelujah“ und „Would You Love Monsterman“ sind einfach Rockhymnen durch und durch. Das Publikum feiert und ist textsicher. Deutlich nach 23:00 endet ein gruseliger Abend der Extraklasse. Sexorcism erfolgreich durchgeführt!

Bericht & Fotos aus Köln: KTD Photography

Fotos aus Bochum: David Hennen

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