In seiner Atlantic-Debütsingle lässt Flavio mehr als nur einen “Muskel” spielen

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Ja, es ist okay, bei Gelsenkirchen sofort an den FC Schalke 04 zu denken – Flavio namechecked den Traditionsverein in seinem Warner-Debütsong “Muskel” schließlich selbst. Auch nach dem jüngsten Abstieg bleibt hier alles so, wie es immer war. Das ist für die Menschen in seiner Heimatstadt nichts wirklich Neues: Gelsenkirchen ist die ärmste Stadt Deutschlands und eine der grauesten obendrein. In dieser Umgebung wächst der Deutsch-Italiener auf, zwischen Familie und Freunden im Gefängnis, auf Bewährung und in Therapie – aber auch zwischen erfolgreichen Unternehmern. Flavio findet seine eigene Mischung. In seiner Musik reflektiert er seine aktuellen und vergangenen Umstände, die einen fast denken lassen, man würde ein Tagebuch lesen.

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Nach mehreren Jahren im Deutschrap-Untergrund feiert der Musiker nun seine Major-Premiere als eines der ersten Signings von Atlantic Germany. Bei dem deutschen Ableger des legendären US-Labels ist man froh und stolz, Flavio verpflichtet zu haben. Der Musiker zeichnet sich durch lyrische Tiefe und einen modernen Sound aus. “Muskel” ist dafür das beste Beispiel: Flavio schafft es in einem Song mühelos, seine Lebensgeschichte zu erzählen, seine Träume und Traumata darzulegen, reichlich Eleganz und Street-Smartness an den Tag zu legen und obendrein unterschiedlichste Referenzen unterzubringen – besagte Schalke-Zeile “Long live Rudi Assauer, wir haben einen Schalke-Schaden” ist nur ein Beispiel.

“Ich komme vom Boden, frag die Ratten, frag die Mäuse / Wenn ich jetzt sag, ich berühre die Stars, mein ich nicht dasselbe wie deine Freundin”, nimmt uns Flavio zu hypnotischen Pianoakkorden, sphärischen Synthieflächen und hart pumpenden Bässen mit in seine Welt. “Ich war alleine in den schwersten Zeiten, mein erster Fan war das Gras, das ich rauchte / Sie trieb unser Baby ab, ich frage mich, wie wär es heute? / Was soll ich sagen, meine Lebensgeschichte ist vielleicht nicht die beste / Hast du mal überlegt, dass es vielleicht daran liegen könnte, dass sie echt ist?”, gibt er zu bedenken.

Flavio ist ein selbsternanntes “Kind des Dschungels”, das seinen Weg raus aus dem Elend sucht. Seine Sache ist der unerschrockene Schritt nach vorn, nicht der Blick zurück im Zorn: “Warum sollte ich Germany hassen, meine Family hat hier Respekt erfahren / Ich bin zu Straße für Rap, mein Vater zu Straße für Straße”, rappt er an einer Stelle des Songs. Flavio lässt lyrisch die Muskeln spielen. Und er kann sicher sein, dass er den Respekt von Rap-Deutschland hat.

“Ich kann mich genau an den Tag erinnern, an dem ‘Muskel’ entstand”, kommentiert Flavio. “Ich hatte für den Mittag einen Termin mit Atlantic Germany. Ich wusste nicht, ob ich pünktlich sein würde, weil ich davor zum Gericht musste. Ich kam Gott sei Dank früher nach Hause als gehofft und dachte mir, ich habe noch ‘ne Stunde Zeit, um was aufzunehmen. In dieser Stunde entstand der Song.”

Das offizielle Musikvideo zu “Muskel” wurde mit Regisseur van Doorn gedreht. Es begleitet einen Tag in Flavios Leben und gibt uns einen Einblick in seinen “Dschungel”.
-Warner Music-

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