Festival-Review: So war’s beim Fearless At Home

Natürlich bleibt euer Musikiathek-Team brav in den eigenen vier Wänden, aber auch wir haben Hummeln unter dem Hintern, und die überdurchschnittliche Tagesdosis Filterkaffee macht es nicht gerade besser: Der Konzertentzug macht sich bemerkbar. Und während Fußball-Kommentatoren einfach die Ereignisse im Alltag moderieren, kommt hier unsere erste (etwas andere) Festival-Review aus dem Wohnzimmer:

Mist. Bei dem tollen Wetter kann man auch mal schnell zum Livestream zu spät kommen. Schnell den Laptop an, denn letzten Samstag war das Fearless At Home angesagt: Ein interaktives Festivalerlebnis/ Fundraising-Event, bequem und digital über YouTube Live, initiiert von Alternative-Label Fearless Records.

Ein wenig fühlten wir uns an Domino-Day Zeiten erinnert: Der begeisterte Moderator, Stimmen aus dem Publikum, kurze Werbepausen. Und doch hat die Fearless-Familie etwas Besonderes auf die Beine gestellt, und kleine Fehler wie Echos oder Mikrofone, die an waren, aber es nicht sein sollten, waren in Anbetracht des abwechslungsreichen Programms schnell vergessen. Zudem wurden online und durch exklusives Merchandise Spenden für den Crew Nation Hilfsfond sowie direkt für die teilnehmenden Künstler und ihre Teams gesammelt.

Von einer Gänsehaut-Neuinterpretation des Tracks Soap von As It Is und einer bisher unveröffentlichten Version von Modern Day Cain von I Don’t Know How But They Found Me über Ramen-Kochunterricht von My Kid Brother und Q&As bis hin zu amüsanten Anekdoten von vergangenen Emo Nites – das kalifornische Plattenlabel hat sich einiges einfallen lassen, und dabei auch ordentliche Überraschungen parat gehabt. Ein Highlight des Abends war definitiv das Statement von Bertrand Poncet – Frontmann der verschollen geglaubten Pop Punk-Gruppe Chunk! No Captain, Chunk! – in dem er nach ihrer vierjährigen Pause verkündete, dass die Jungs an neuer Musik arbeiten (die wir sogar noch dieses Jahr zu hören bekommen werden). Nicht zu vergessen Ice Nine Kills, die ganz nach ihren Horrorfilm-Inspirationen und passend zum Muttertag ein Cover à la Freitag der 13. des Fountains of Wayne Hits Stacey’s Mum zu ihrem Besten gaben. Und natürlich das große Finale zur Feier von The Pretty Reckless‘ Neuzugang zum Label: Taylor Momsen’s Akustik-Performance von Nick Lowe’s Peace, Love and Understanding.

Okay… mal so ganz ehrlich? Uns hat dann doch die Müdigkeit noch vor dem letzten Auftritt eingeholt – Konzerte zu Corona-Zeiten eben. Zum Glück heißt digital aber auch gleichzeitig „für immer im Interweb verewigt“: Den ganzen Stream könnt ihr euch immer noch in voller Länge auf YouTube anschauen, wo ihr auch direkt zu den Performances eurer Lieblingskünstler springen könnt! Spenden könnt ihr natürlich auch weiterhin. Weitere Infos dazu findet ihr unter https://fearlessathome.com/.

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