Diese 6 Rockstars haben ziemlich inspirierende Normalo-Hobbys

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Rockstar = viel Geld = sehr exklusive Hobbys – das zumindest ist das Klischee, das bei vielen von euch über die Helden an Mikro, Gitarre und Schlagzeug im Kopf existiert. Stimmt aber nur teilweise. Es gibt auch sehr eindrückliche Gegenbeweise.

Bruce Dickinson. Der legendäre Frontmann von Iron Maiden ist eigentlich ein mega-sympathischer Typ. Allerdings sind zumindest viele seiner Hobbys wesentlich weiter von den meisten seiner Fans entfernt als die letzte Reihe im Stadion von der Maiden-Bühne. Bekanntlich hat er nämlich nicht nur einen Pilotenschein, sondern sitzt auch sowohl in Freizeit wie in seiner Eigenschaft als Band-Head gern am Steuerknüppel – nicht irgendwelcher kleinen Propellermaschinen, wohlgemerkt, sondern Boeing 747 und Konsorten. Dass er noch einen originalgetreuen Dreidecker aus dem Ersten Weltkrieg besitzt (und fliegt) und als Investor für ein Luftschiff-Programm auftritt, kommt hinzu – neben anderen, ziemlich kostspieligen Hobbys.

Es gibt in der Promiwelt im Allgemeinen und der Rockwelt im Speziellen viele solcher Beispiele. Nehmen wir Motörhead-Lemmy mit seiner bis zum Tode wohlgepflegten Sammlung an teuren Weltkriegs-Memorabilia, darunter ein deutscher Jagdpanzer von damals. Oder nehmen wir Jeff Beck, der seine Kohle dafür ausgibt, uralte Oldtimer zu Hot Rods umzubauen, um sie seiner längst ziemlich „üppigen“ Sammlung einzuverleiben – ein ähnlich teures Altblech-Hobby pflegen auch Nick Mason (Pink Floyd) und Brian Johnson (AC/DC). Ebenso Dexter Holland (The Offspring) der allerdings lieber Flugzeuge sammelt (und deswegen vor einigen Jahren sogar in finanzielle Schwierigkeiten geriet).

Aber: Auch wenn wir gerade einige Paradebeispiele für Rockstars mit superteuren, garantiert nicht Normalverbraucher-tauglichen Hobbys geliefert haben, so ist das doch nicht allgemeingültig. Denn es gibt Rocker, die Steckenpferde pflegen, die jeder von uns nachmachen kann – und auf den folgenden Zeilen listen wir sechs von ihnen ebenso wie wir euch jeweils zeigen, wie euch der Einstieg in deren Hobby gelingen kann.

Iggy Pop

Wenn man eine so lange (und heftige) Rock ´n´Roll Karriere hingelegt hat, dass das legendäre The New Yorker Magazin einen Artikel mit „The Survival of Iggy Pop“ betitelt, darf man wohl zurecht behaupten, es in der Freizeit langsam angehen zu dürfen.

Genau das macht die legendäre Rock-Röhre auch. Denn Iggy malt gern. Und das nicht einmal schlecht. Dem Vernehmen nach verbringt er schon seit Jahrzehnten viele Stunden mit dem Pinsel in der Hand.

So könnt ihr es nachmachen: Malen ist sicherlich eines der einsteigerfreundlichsten Hobbys. Staffelei, Block, Pinsel und Farben, vielleicht noch ein paar Einsteigertipps. Wenn ihr allerdings zu jenen gehört, denen damals der Kunstlehrer niemals etwas besseres als ein „Mangelhaft“ geben wollte, ist auch Mogeln erlaubt – besorgt euch einfach aus dem Netz ein Set für Malen nach Zahlen; da ist alles drin und ihr müsst nur noch die nummerierten Felder mit entsprechenden Farben ausmalen. Sieht hinterher keiner mehr, wenn ihr es gut macht.

Rivers Cuomo (Weezer)

Eigentlich hätte uns Weezers „The Sweater Song“ ja schon 1992 einen überdeutlichen Hinweis geben sollen. Allerdings wissen nach wie vor doch nur eingefleischte Fans, was Weezer-Frontmann Rivers Cuomo in seiner Freizeit gern macht – er strickt nämlich. Das zumindest gab er erst Ende der 2010er auf Twitter zu. Und er strickt nicht nur allein im stillen Kämmerlein, sondern im Bett neben seiner Frau.

So könnt ihr es nachmachen: Stricken ist letztlich bloß viel Geduld. Anfangs müsst ihr euch nicht mit Mustern und dergleichen abmühen, es reicht, Maschen aufnehmen und loslegen zu können – nicht umsonst ist das klassische Anfänger-Projekt schlechthin ein simpler Schal.

Ace Frehley (Kiss)

Offiziell spielt Ace Frehley – einige Reunion-Tourneen ausgenommen – schon seit 1982 nicht mehr die Leadgitarre bei Kiss – und wird es auch wohl nie mehr tun. Und nachdem 1989 sein Solo-Projekt Frehley’s Comet endete, veröffentlichte er auch „nur“ noch einige Soloalben – zuletzt 2014, 2016 und 2018. Dass er sich ein bisschen rarmacht, könnte an Frehley’s Hobby liegen – er liebt nämlich das Glücksspiel. Auch hier lieferte uns sein Song „Five Card Stud“ bereits einen überdeutlichen Hinweis.

So könnt ihr es nachmachen: Spätestens mit dem Aufkommen von Online-Casinos müsstet ihr euch nicht einmal mehr in Schale werfen, um in dieses Hobby hineinzuschnuppern. Dennoch solltet ihr euch allerdings zuvor alle wichtigen Informationen zu Gemüte führen – immerhin geht es hier nicht nur um Spiel und Spaß, sondern auch Geld und die Spiele haben gewisse Regeln, die memoriert werden wollen.

Bruce Springsteen

Wir haben für diesen Artikel gezielt auch Musiker ausgesucht, deren Hobby nicht so sehr an der großen Glocke hängt. Auch „The Boss“ Bruce Springsteen gehört dazu – er pflegt das gleiche Hobby, das auch Neil Young betreibt; letzter ist dafür jedoch deutlich bekannter, weil er es ziemlich exzentrisch und mit hohem Geldeinsatz durchzieht, wo Springsteen es deutlich dichter am Normalverbraucher angeht.

Worum es geht? Um Modelleisenbahnen. Bei Neil Young gehört dazu die Teilhabe an einem Modelleisenbahnhersteller, eine exquisite (und sehr wertvolle) Sammlung. Bei Springsteen ist es deutlich harmloser – eine kleinere Anlage, wenige Züge, guter Spaß zuhause.

So könnt ihr es nachmachen: Die Modelleisenbahnerei kann ein unheimlich teures Hobby sein – allerdings machen alle Hersteller den Einstieg ganz leicht und günstiger und offerieren Startersets mit Schienen, Trafo, Zug und ein paar Waggons; Kostenpunkt unterer dreistelliger Bereich. Allerdings solltet ihr euch dringend zuvor in die Maßstäbe bzw. „Nenngrößen“ einlesen. Wenn nämlich euer innerer Eisenbahner geweckt wird, wollt ihr mehr – dann frisst ein kleiner Maßstab selbst in größeren Ausmaßen nicht so viel Platz in der Wohnung.

Steve Vai

Losgelegt als Gitarrist von Frank Zappa (und von ihm wegen seines virtuosen Talents als „Stuntman Guitarist“ bezeichnet), u.a. für Alcatrazz, Spinal Tap, Meat Loaf und Ozzy Osbourne gespielt und bis heute drei Emmys (bei 15 Nominierungen) eingeheimst. Das ist Steve Vai, einer der vielleicht besten lebenden Gitarristen.

Und was macht ein solcher Künstler in der Freizeit? Ihr kommt nie drauf – er imkert. Und das schon seit gut einem Vierteljahrhundert. Zudem stolperte er regelrecht in dieses Hobby hinein: Ein entflohener Bienenschwarm war im Garten seines Nachbarn gelandet. Vai war davon so fasziniert, dass er sich mit der Materie befasste – der Rest ist honigsüße, von ihm gänzlich für wohltätige Zwecke verkaufte Geschichte.

So könnt ihr es nachmachen: Darf jeder in Deutschland Bienen halten? Ja, kein Problem. Und es ist, rein vom Materiellen her, nicht einmal ein übermäßig teures Steckenpferd, auf das ihr euch da schwingen würdet – Bienenkästen, Schutzkleidung und Co. gibt es vielfach auch gebraucht zu erwerben. Allerdings muss euch klar sein, dass Imkerei ein sehr wissenschaftliches, komplexes Hobby ist. Nichts, was man nach Lust und Laune tut oder auch mal sein lässt. Dafür gibt’s aber einen Bonus: Wer Honig hat und einen Imkerbund-Lehrgang absolviert hat, darf die süße Ernte auch verkaufen.

Roger Daltrey (The Who)

Als The Who ihre Karriere begannen und auch noch lange Jahre danach galten sie als härteste Mainstream-Band überhaupt – eine echte „Rabauken-Kombo“ und Elternschrecks und das nicht nur, weil sie das Zertrümmern ihres Equipments live on Stage regelrecht zelebrierten.

Aber, ihr habt es in diesem Artikel schon mehrfach gesehen: Wer als Musiker so sehr Gas gibt, schlägt überraschend oft im Privaten deutlich leisere Töne ein. Da macht auch Who-Frontmann Roger Daltrey keine Ausnahme. Er fischt und zwar nicht weniger leidenschaftlich als er Musik macht. Gut, seine eigene Forellenzucht ist vielleicht doch ziemlich Rockstar-mäßig, aber das reine Angeln an sich ist so bodenständig wie es nur geht. Zitat Daltrey:

When I go fishing, I come away feeling like I’ve smoked half a dozen joints.”

Eine für ihn also offenbar sehr beruhigende Tätigkeit, um es höflich zu formulieren.

So könnt ihr es nachmachen: Beim Angeln werden nicht nur Tiere aus ihrem Lebensraum gezogen, sondern müssen – zumindest in Deutschland – danach auch so human wie möglich getötet werden (fangen und zurückwerfen ist hierzulande verboten). In Deutschland darf deshalb nur derjenige eine Rute auswerfen, der eine (inhaltlich recht umfangreiche) Fischereiprüfung abgelegt hat – wo die samt den nötigen Vorbereitungskursen abgehalten wird, verraten die Fischereiverbände eures Bundeslandes.

Anschließend müsst ihr für das jeweilige Gewässer eine Angelkarte kaufen – die gibt’s als Tages-, Wochen- und Jahreskarten. Damit könnt ihr dann loslegen und alles, was größenmäßig den Gesetzen entspricht, behalten und verspeisen.

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